Lokomotivfabrik Mödling 1873 - 1875

Historische Landkarte 1872 Kolonie

Historische Landkarte 1872 Kolonie

Ausschnitt vom Gradkartenblatt Zone 13 Colonne XIV Section d2 (später 4756/4b). Mödling, Perchtoldsdorf. Landesaufnahme der österreichisch-ungarischen Monarchie

Die Mödlinger Lokomotivfabrik war einer der kurzlebigsten Industriebetriebe Österreich-Ungarns, die sich mit dem Lokomotivbau befassten. Sie wurde 1873 gegründet, stellte aber bereits zwei Jahre später aufgrund der Weltwirtschaftskrise die Lokomotivproduktion ein und beendete ihre Existenz. Die Lokomotivfabrik produzierte daneben auch Waggons und andere Maschinen. Auf alten Karten wird die am Mödlingbach gelegene Fabrik auch öfter auch als Lokomotiv- und Waggonfabrik oder nur Waggonfabrik bezeichnet. Es wurden nur 40 Lokomotiven gebaut, von denen aber kein Exemplar mehr erhalten ist. In dem stillgelegten Werk wurde ab 1875 von Alfred Fränkel, einem Onkel des Großvaters von John Kerry, eine Schuhfabrik errichtet. Der Standort war an der Stelle, an der heute die Bezirkshauptmannschaft steht. Zeitgleich mit der Gründung des Unternehmens wurde auch eine Arbeitersiedlung mit über 30 Häusern errichtet. Diese Siedlung, die später auch als Kolonie oder aufgrund der späteren Schuhfabrik als Schusterhäuser bezeichnet wird, steht heute noch und steht seit 1979 unter Ensembleschutz.

Quelle:
H.R. Figlhuber: Die Mödlinger Lokomotivfabrik 1873-1875, Lokomotivbau in Mödling.
(mit Dank an Frau Dietl für den Tipp)

MÁV VI Güterzug-Schlepptenderlokomotive

MÁV VI Güterzug-Schlepptenderlokomotive

Quelle: Wikipedia - für technische Daten auf das Bild klicken!

Die Mödlinger Lokomotivfabrik 1873 - 1875

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Mit freundlicher Genehmigung des Mödlinger Stadtverkehrsmuseum - Obmann Dr.Peter Standenat.
Für den Inhalt verantwortlich: Prof. H.R.Figlhuber, Wien

Danke auch an Andi Knoll, welcher dieses Dokument zur Verfügung stellte.

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Was geschah nach der Stilllegung...

Lokomobile - Beispiel

Lokomobile - Beispiel

Antrieb einer Dreschmaschine
Quelle: Wikimedia - Lizenzfrei

Nach dem Bau von nur 40 (!) Lokomotiven wurde bereits im Jahre 1874 die Produktion stillgelegt. Im Jahre 1875 baute der Schuhfabrikant Alfred Fränkel (Onkel von John F. Kerry's Großvater) die Anlage in eine Schuhfabrik um. 1883 kaufte dann Alfred Fränkel die Fabrik samt Arbeiterkolonie.

Im Jahre 1902 übersiedelte die Schuhfabrik nach Temesvar - Ungarn. Ein weiterer, kleinerer Teil der alten Maschinenfabrik wurde von der Amsterdamer Likörfabrik, später Berger, Volk & Co, übernommen. Dieses Unternehmen wurde1889 durch einen Brand zerstört und nach Vösendorf verlegt. Dagegen wurden die Fabrikräume der Fränkel 'schen Schuhfabrik 1895 von der Kartonfabrik Friedheim & Sohn als Zweigbetrieb der Berliner Zentrale angekauft. Dieser Betrieb bestand dort jahrzehntelang bis nach dem 2.Weltkrieg und war einer der bedeutendsten Betriebe der Papierindustrie. Der noch leerstehende Teil der Maschinenfabrik wurde vor dem 1.Weltkrieg von einer Metallmöbelfabrik - Gesellschaft benützt. Nach deren Auflösung richtete man während des Krieges eine große Schuh-Reparatur-Werkstätte ein, die nach 1918 sofort wieder aufgelassen wurde und von der ,,Minimax"-Apparatebau Gesellschaft m. b. H. aufgekauft wurde, die einige Jahre dort Feuerlöschgeräte erzeugte. In neuerer Zeit siedelte sich dort die Süd-Bau" an.

Baupläne aus dem Jahre 1912 - 1913 zeigen dass auf dem, an Josef Schleussner verpachtete, südlichen Teil des Geländes ein Sägewerk gebaut wurde. Unter anderem wurde ein "Lokomobilhaus" errichtet.

Eine Lokomobile (sing./fem., vgl. Lokomotive, von lateinisch locus: Ort und mobilis: beweglich), auch als Portable oder heute auch als Lokomobil (neutr.) bezeichnet, ist eine Dampfmaschinenanlage in geschlossener Bauform, bei der alle zum Betrieb der Anlage erforderlichen Baugruppen (Feuerung, Dampfkessel, Steuerung sowie die gesamte Antriebseinheit, bestehend aus Zylinder(n), Kolben, Kurbelwelle und Schwungrad mit Riemenscheibe) auf einer gemeinsamen Plattform montiert sind. Quelle mit Fotos: Wikipedia

Baupläne Sägewerk 1912-1913 Josef Schleussner

Quelle: Bauamt Stadtgemeinde Mödling

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